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Ich möchte Ihnen einmal anhand meiner Wilma erklären, was für mich am Typ des gesunden Bullys wichtig ist.

Aber auch, wo Übertypisierung großen Schaden anrichten kann.

Fangen wir mal am Kopf an, dort ist das bekannteste Problem der zu kurze Nasenrücken. Dieser Fehler bedeutet

für den Hund u.U. große Qualen, denn nicht nur die Nase ist zusammengeschoben, sondern auch das Innere,

Schleimhäute, Nebenhöhlen usw. Das führt zu röchelnder Atmung und Problemen bei der Temperaturregulierung.

Was man auf dem Bild nicht sehen kann, ist der Nasenspiegel. Dorthin gehören gute geöffnete, große Nasenlöcher

und keine Schlitze (Ventilnase). Diese führt zu noch größeren Problemen bei der Atmung, da sich die Nasenlöcher

beim Einatmen zuziehen und nicht öffnen, wie es normal wäre.

Beispiel Ventilnase:

Für die Fortbewegung ohne Probleme ist die Winkelung der Vor-und Hinterhand enorm wichtig. Auch hier ist zu

sagen, das Übertypisierung zum Schaden der Hunde ist, denn eine zu steile Hinterhand kann es zu Patella-Luxation

führen, eine zu steile Vorhand zu ED und Arthrosen.

Eine gute (normale) Rückenlänge ist Voraussetzung für einen gesunden Rücken, Übertypisierung führt auch hier zu

Erkrankungen, die Hunde sind sehr steif im Rücken, der Rücken schwingt nicht mehr, auch die Keilwirbel-Bildung

und Spondylose wird durch einen zu kurzen Rücken gefördert.

Zu guter letzt die Rute: Die Rute gehört zum Rücken, denn sie ist lediglich eine Verlängerung der Wirbelsäule. Meine

Forderung ist eine Änderung des Standards, was die Vorschrift betrifft, das die Franz. Bulldogge eine Knickrute haben

soll, die niemals höher als Rückenhöhe getragen werden darf.

So lange das im Standard steht, hat der Züchter keine Chance, Hunde mit gesundem Rücken zu züchten. Zur Erklärung:

Die "Knicke" in der Rute sind nichts anderes als Keilwirbel. Genetisch betrachtet ist es absoluter Zufall, wo sich diese

"Knicke” ansiedeln, ob in der Rute ( wo sie laut Standard gewollt sind), oder im Rücken, wo sie u.U. Probleme

machen können.

Ich betone nochmal, das das meine Sicht der Dinge ist. Ich sehe meine Aufgabe als Züchter darin, den schwierigen

                                                                                                                                                                                                                   Weg zwischen typvollen, aber gesunden Hunden und übertypisierten, kranken Hunden zu finden. Und sicher ist dieser

Weg der schwierigere und es wird länger dauern, bis er zum Erfolg führt. Aber ich möchte das Beste für meine Hunde

und auch für die Rasse. Ebenso liegen mir die neuen Besitzer meiner Welpen am Herzen, denn ich möchte, das sie

möglichst nur Freude mit ihren Hunden haben und nicht Dauergast in Tierkliniken werden.

Ihre Bettina Münter

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